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17) Kindersitze im Schul- bzw. Reisebus

Kraftomnibusse über 3,5 Tonnen Gesamtmasse werden von § 21 StVO nicht erfasst.Seit dem 01. Oktober 1999 müssen alle Reisebusse über 3,5,Tonnen mit Sicherheitsgurten ausgerüstet sein. Eine Nachrüstpflicht für ältere Fahrzeuge besteht nicht. Sind Gurte vorhanden, müssen diese auch grundsätzlich benutzt werden. Der Busfahrer muss die Reisenden auf die Verpflichtung zur Verwendung der vorhandenen Gurte hinweisen.

Aus technischen Gründen werden in Reisebussen in der Regel automatische Zweipunktgurte verbaut. Diese Gurte sollen verhindern, dass die Insassen unkontrolliert im Bus herum geschleudert werden.

Eine Verpflichtung zur Benutzung von Kinderrückhaltesystemen (KRS) existiert nicht, zumal es auch keine KRS gibt, die mit einem automatischen Beckengurt verwendbar wären. Demnach müssen Kinder, die schon selbstständig sitzen können, unter der Voraussetzung, dass sie einen eigenen Sitzplatz haben, mit dem vorhandenene Gurt gesichert werden. Für Babys empfehlen wir die Verwendung einer Babyschale und die mit dem Beckengurt zu befestigen.

Von der Regelung für Reisebusse ausgenommen sind Linienbusse des öffentlichen Personennahverkehrs. Im Linienverkehr gibt es aus verschiedenen Gründen keine Anschnallpflicht. Dies gilt auch wenn ein mit Gurten ausgerüsteter Reisebus im Linienverkehr eingesetzt wird.

Der Schülertransport wird entweder im Linien- oder im freigestellten Schülerverkehr durchgeführt. Beim freigestellten Schülerverkehr ist die Gemeinde der Träger und kann bei der Ausschreibung einzelne Kriterien vertraglich mit dem Busunternehmen vereinbaren (z.B. es sind keine Stehplätze erlaubt oder es dürfen nur Busse mit Gurten eingesetzt werden).

 

Quelle: Kreisverkehrswacht Mannheim e.V.